Ein Schild zeigt den richtigen Weg zum Schneeschuhwandern an.

Scheeschuhwandern in Deutschland

Für Schneehasen und Winterfans

Die schönsten Schneeschuhtouren in Deutschland

Ein Schneeschuhwanderer läuft auf einer verschneiten Strecke in Richtung eines winterlichen Waldes.

Das neue Jahr beginnt traditionell mit guten Vorsätzen. Sport und ein gesunder Lifestyle stehen dabei ganz oben auf der Liste. Wenn die Bedingungen stimmen, lohnt es sich daher die winterliche Trendsportart Schneeschuhwandern auszuprobieren. Bei der Outdooraktivität kommt man nicht nur an die frische Luft, sie steigert auch die Abwehrkräfte, fördert das Herz-Kreislauf-System und kurbelt den Kalorienverbrauch an. Vorkenntnisse werden nicht benötigt, lediglich die Ausrüstung, bestehend aus schneetauglicher Kleidung, Schneeschuhen, Stöcken und ein Rucksack für Proviant. Wo die schönsten winterlichen Wandertrails im Harz, der Eifel oder im Thüringer Wald zu finden sind, zeigen wir euch hier.

Harz (Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen)

Einige Wanderwege werden im winterlichen Harz zum Langlaufen gespurt. Daher lohnt sich vorab ein Blick auf einen Loipenplan. Geführte Schneeschuhtouren werden hier ebenfalls geboten.

Zum Schnuppern lohnt sich der rund zwei Kilometer lange Schneeschuh-Wanderweg in Hahnenklee am Bocksberg. An mehreren Verleihstationen kann die benötige Ausrüstung geborgt werden. Die anspruchsvollere, zwölf Kilometer lange Strecke ab dem Bahnhof „Drei Annen Hohne“ bietet weite Ausblicke über das Harzgebirge und führt zum Gasthaus „Steinerne Renne“, das auf einem Felsen über einem Wasserfall liegt.

Erzgebirge (Sachsen)

Viele ausgeschilderte Wanderwege im Erzgebirge dienen im Winter als ideale Schneeschuhrouten. Durch die vielen Naturschutzgebiete ist das Abweichen vom gekennzeichneten Pfad nicht überall erlaubt. Eine vorherige Tourenplanung mit Hilfe einer Wanderkarte schützt Flora, Fauna und Schneeschuhgeher.

Ein Tipp für eine geführte Wanderung im Erzgebirge ist die rund sechs Kilometer lange Schneetour zum Dreiländerstein. Weitere Schneeschuhtouren in Begleitung eines Guides, etwa auf den Erzgebirskamm oder rund um die Region Altenberg, sind online individuell buchbar.

Thüringer Wald (Thüringen)

Bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts wird im winterlichen Thüringer Wald durch den Schnee gestapft. Allein neun geführte Schneetouren werden in der Aktivregion Rennsteig angeboten.

Für Anfänger oder Familien mit Kindern ab sieben Jahren lohnt sich die geführte Tour durch die Masserberger Berglandschaft nördlich von Coburg. Jeweils Mittwoch- und Samstagnachmittag geht es rund zwei Stunden durch die verschneite Region. Die zwei markierten Routen ab der Snowtubinganlage in der Nähe des Rennsteigs führen mit Blicke über Siegmundsburg hinein in den Winterwald.

Eifel (Rheinland-Pfalz)

Bei einer Schneeschuhwanderung entdeckt man die Eifel von ihrer besonders schönen Seite. Dabei sorgen gefrorene Seen, dichte Wälder sowie verschneite Burgen und Schlösser für eine winterliche Märchen-Atmosphäre.

Ideal für Anfänger ist die Loipe um die „Lützel-Acht“ im Wintersportgebiet Hohen Acht am bekannten Nürburgring. Die gut sieben Kilometer lange Tour ist auch für nicht-konditionierte Outdoor-Fans geeignet. Der elf Kilometer lange „Winter-Panoramaweg Olzheim“ ist wiederum ein echter Geheimtipp für erfahrene Schneeschuhwanderer.

Schwarzwald (Baden-Württemberg)

Das Mittelgebirge Schwarzwald lockt mit weiter Sicht und verschneiten Tälern in die Natur. Mit mehr als 70 Gipfeln über 1.000 Metern Höhe bietet die südwestliche Region die besten Voraussetzungen zum Schneeschuhwandern.

Zum Schnuppern lohnt sich die Tour im Naturschutzgebiet Langen-Trubelsbach. Start- und Zielpunkt ist die Notschrei Passhöhe. Im Nordic-Centrum am Notschrei kann die Ausrüstung ausgeliehen werden. Erfahrene Schneeschuhhiker nehmen den „Schwarzbergtrail“ durch das Menzenschwander Tal. Die fünf Kilometer lange Strecke startet an der Tourist-Information Menzenschwand.

Rhön (Bayern / Hessen / Thüringen)

Als das „Land der offenen Ferne“ wird die Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen bezeichnet. Die Wasserkuppe, der höchste Berg der Rhön, liegt mit seinen 950 Metern im hessischen Teil. Dank zahlreicher Erhebungen ist die Region ein Paradies für Schneeschuhstapfer.

Eine winterliche Wanderung ist beispielsweise am Himmeldunkberg möglich. Der leicht begehbare Rundwanderweg führt knapp acht Kilometer durch die Rhön. Start- und Zielpunkt ist die „Würzburger Bergbund Hütte“. Ebenfalls für Anfänger geeignet ist die gut 14 Kilometer lange Strecke vom Schwarzen Moor zum Thüringer Rhönhaus.

Bayerischer Wald (Bayern)

Das 350 Kilometer lange Wanderwegenetz im Bayerischen Wald wird im Winter nur teilweise gewalzt – die perfekte Ausgangslage für schneereiche Touren. In den traditionsreichen Wintersportorten Neukirchen beim Heiligen Blut oder Bayerisch Eisenstein gibt es eine Vielzahl an ausgeschilderten Schneeschuhtrails.

Die rund 13 Kilometer lange Route „Großer Arber über Mittagsplatzl“ führt konditionierte Schneeschuhgeher auf den höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes. Ebenfalls anspruchsvoll ist der Rundwanderweg „Rettenbach-Hirschenstein“. Vom Wanderparkplatz Rettenbach geht es gut 8,5 Kilometer lang über den Hirschenstein und Schuhfleck.

Bayerische Alpen (Bayern)

Die besondere Atmosphäre der verschneiten alpinen Bergwelt im Süden Bayerns lässt sich besonders gut beim Schneeschuhwandern erleben. Mehrere Routen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades sorgen für abwechslungsreichen Outdoor-Spaß in den Bergen.

In den Chiemgauer Alpen bietet die rund fünf Kilometer lange Wanderung ab der Langlaufstation am Festsaal von Reit im Winkl eine schöne Tour für Einsteiger. Erfahrene Schneeschuhgeher nehmen die Route „Scheinbergspitze“ in den Ammergauer Alpen. Der mittelschwere, acht Kilometer lange Kurs bietet einen Ausblick von der Zugspitze bis zu den Allgäuer Alpen.



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